Erfahrungen mit (KIT) TeBa


Mein Sohn und ich sind eine kleine Familie. Er ist 7 und ich 39. In den letzten ca. 3 Jahren bemerkte ich zunehmender, dass mein Kind sich verändert und manchmal aggressiv wurde und mit Schimpfwörtern um sich schlug. Es ging so weit, dass er auch die Aggressionen gegen mich los ließ. Also klingelten bei mir die Alarmglocken, denn er sollte ja bald in die Schule kommen. Also ging ich zum Arzt und ließ ihn auch im Krankenhaus auf ADHS prüfen, was sich glücklicherweise nicht bestätigte, aber eine oppositionelle Verhaltensstörung und eine leichte Hyperaktivität. Geistig war mein Kind topp fit und für die Schule gut gerüstet, er war den Kindern seines Alters voraus. Also dachte ich er wird wohl im Kindergarten unterfordert sein, in der Schule wird es schon besser. Aber das dachte ich auch nur, denn es ging schon in den ersten Schultagen so los, dass er im Unterricht aufstand, an den Schränken rüttelte und seine Kommentare im Unterricht einbrachte. Fast jeden Tag bekam ich von der Schule Neuigkeiten zu erfahren, die mir aber nicht so gut gefielen. Trotz dass er nicht mitmachte stand er aber prima im Stoff, das sollte also nicht mein Problem sein. Es wurde nicht besser und so entwickelte er sich schnell zum “schwarzen Schaf” der Klasse und Schule. Mittlerweile litt auch der Rest meiner Familie unter der Situation Also brauchte ich erneut Hilfe. Heilpraktikerin, Ergotherapie in klassischer Hinsicht, Osteopath brachten keinen Erfolg. Dann bekam ich den entscheidenden Tipp der unser gesamtes Leben verändern sollte.

 

An dieser Stelle möchte ich noch mal ganz herzlich dieser Person danken, die fortan mit mir die Probleme zwischen mir, meinem Kind und einen Teil der Erdbevölkerung anging – unsere THERAPEUTIN. Schnell bemerkte sie, dass das Problem darin lag, dass mein Kind keine Nähe ertragen und keine Mimik deuten konnte. Ich merkte nun, dass ich ihn nicht einmal mehr einfach so in den Arm nehmen konnte und mit ihm kuscheln oder knuddeln konnte ohne dass er mich von sich schob. Er konnte auch kaum Menschen ins Gesicht schauen und lachte nur noch selten. Nur bei seinen Tieren war er wirklich glücklich und lachte. Also sagte unsere Ergotherapeutin wir wären ein Fall für KIT. Daraufhin schaute ich bestimmt recht entgeistert, da ich mir unter dem Wort überhaupt nichts vorstellen konnte. Also erklärte sie mir wie es funktioniert und versprach uns, dass wir wieder zueinander finden und bald so miteinander wieder umgehen können wie es zwischen Mutter und Kind sein sollte. Also sollte auch das Vertrauen wieder zwischen uns wachsen, dass ein Kind eigentlich schon von Geburt an hat. Es klang für mich wie eine Erfüllung eines Traumes und ich war sehr skeptisch, dass man in so kurzer Zeit eine Verhaltensänderung bewirken kann, aber ich vertraute unserer Ergotherapeutin und stimmte zu. Einen Tag bevor das 1. KIT stattfinden sollte war ich mächtig aufgeregt, denn ich wusste nicht was da wirklich auf uns zukommt oder ob vielleicht auch was schief gehen konnte. Dazu musste ich aber noch einen Tag warten um die Antwort zu bekommen.

 

Der Tag X war gekommen und wir waren auf 9.00 Uhr verabredet.
Nun ging es los. Die Verhaltenstherapeutin, welche eigens aus Hamburg angereist war, unsere Ergotherapeutin, Mutter und Kind machten es uns auf einem riesigen Sofa liegend gemütlich. Ab nun lief zur Auswertung eine Videokamera. Mein Kind sollte sich in meinem Arm legen und mich anschauen. Anfangs fiel es ihm sehr schwer. Er zappelte und musste ständig wegschauen. Ich war emotional sehr berührt, denn jetzt bemerkte ich erst richtig, wie schwer es ihm fiel jemanden anzuschauen und das sogar bei mir. Er war kurz davor zu weinen, weil er emotional sehr gefordert war. Die Therapeuten beruhigten ihn mit ruhigem Sprechen und sanft über den Kopf streichen. Schon nach kurzer Zeit wurde es besser bei ihm. Ich hatte das Gefühl, dass er sich und mich gut behütet wusste. Und uns somit nicht böses geschehen konnte. Beide Therapeuten sorgten für eine sehr entspannte und ruhige Atmosphäre. Als kleinen Anreiz wurde gezählt wie lange er es schafft mir in die Augen zu schauen. Er war mächtig stolz auf jede Sekunde die er mehr schaffte. Zwischenzeitlich wurden kleine Gespräche zur Entspannung geführt, in denen mein Kind dann z. Bsp. von seinen Tieren erzählte. Ehrlich gesagt hatten wir alle viel Spaß beim “kitten”. Es wurde auch viel gelacht. Noch am gleichen Tag bemerkte ich eine Veränderung bei meinem Kind. Am Abend kam er zu mir auf die Couch gekrochen und kuschelte sich an mich. Ich konnte mein Glück kaum fassen und es kam mir tatsächlich wie ein Wunder vor. Zwei Tage später machten wir dann das 2. KIT. Wir werteten die letzten 2 Tage seit der 1. Sitzung aus und freuten uns alle über das schon Erreichte. Am 2. Tag wurde dann alles Erlernte noch mal wiederholt und vertieft. Zum Abschluss hat mein Kind sich gewünscht einiges aus dem KIT-Video zu sehen. Das war für mich der Beweis, dass es auch er beim “kitten” Spaß hatte. Er verfolgte gespannt die Vorführung und wir lachten alle noch mal so richtig.

 

Nun sind schon einige Wochen seit unserem KIT vergangen und ich höre sehr oft fröhliches Kinderlachen und zwar von meinem Sohn. Aber Achtung liebe KIT-Teilnehmer, ich kann mich oft kaum retten, sooft will Sohnemann jetzt kuscheln und die Mutti küssen. Ich glaube er hat eine Menge nachzuholen. Wir gehen weiter zur Therapie um das Verhalten meines Kindes noch mehr zu verbessern und zu festigen.

 

Ich bin sehr froh, dass wir den Entschluss zur Teilnahme am KIT fassten, denn es hat sich wirklich sehr gelohnt. Ich kann es nur jedem empfehlen. Ich bin vom Erfolg dieser Therapie wirklich überzeugt. Vielen Dank noch einmal an beide Therapeuten für die sehr gute Zusammenarbeit. Wir haben uns mit Euch sehr wohl gefühlt. Ihr habt beide eine bleibende Erinnerung in unserem Leben hinterlassen.

Danke